Willkommen auf der offiziellen Seite des "Fördervereins für überregionale Kommunikation und allem anderen e.V.".


Der Förderverein hat genau 2 Mitglieder:
- Myrbel e.V. (eingetragener Vater)
- Robert e.V. (eingetragener Verbraucher)

 Wie schon letztes Jahr und die Jahre zuvor veranstaltet der Förderverein ein sogenanntes Festival, welches ausschließlich der Förderung der überregionalen Kommunikation und der Unterstützung des einheimischen Groß- und Einzelhandels gewidmet ist.

 Zu diesem Zwecke manipulierte der Förderverein die Vergangenheit so, daß mit dem Chateau de Gútsch eine Lokalität an einer günstigen Stelle im Wald errichtet wurde.

 Es liegt im idyllischen Kurort Finsterbergen, zu dem mitten im Thüringer Wald eine gefederte und geteerte Straße führt.  Zu den Attraktionen des Chateaus gehört auch ein nur wenige Meter entferntes Freizeitbad nebst Wasser und Minigolf-Anlage.

 Interne Attraktionen werden auch dieses Jahr wieder der Tanz um den Zapfhahn, viele alte und neue Geschichten um das Lagerfeuer mit Kartoffeln und dieses komische Teigzeug am Stock sein. Fußball, Frisbee und ausrutschen auf der Wiese gibt es natürlich ebenfalls umsonst.

 brandheiß!   Operation Senatus

finstreleaksDer heutige Tag hat seine erste Sensation! Nur Stunden vor dem offiziellen Festivalbeginn hackte Holzwurm Joe "Eisenzahn" Chhchhhrzzz-Raspel ein mitgelauschtes Gespräch an der Finsterberger Leaking-Plattform in seinen internetfähigen Taschenrechner. Offensichtlich hat sich die Festivalleitung entschlossen, sich nicht weiter von gesetzgebenden Personen bevormunden zu lassen (die Finsterberger Allgemeine Montags- bis Sonntagszeitung berichtete (sollte der Link tot sein, dann alternativ Mund-zu-Mund Propaganda)) und plant einen direkten Angriff ins Herz des Monsters der Demokratie. Doch lesen Sie selbst:

1: "Scheiße, wir müssen noch Rasen mähen."
2: "Kann das niemensch anderes machen, vielleicht diese unsäglichen Gäste, die uns trotz perfekter Geheimhaltung jedes Jahr wieder wie eine Plage heimsuchen? Die haben sowieso nix als trinken und tanzen im Kopf."
1: "Also tanzen würde ich das nicht nennen, hähä."
(beide): "Hähähhää."
2: "Hast du eigentlich mal geschaut ob da noch Leute außer uns beiden auf der Mailingliste stehen?"
1: "Äääääh ja, klar. Wieso fragst du da jedes Jahr nach, ich hab das schon im Griff, mit dieser Liste da. Immer nur Listen.. listen and repeat, haha."
2: "Ha, also wie jetzt, repeat, wie meinstn.."
1 (unterbricht): "Das mit der Musik ist eh blöd, dieses Jahr will uns die Nachbarschaft auch die Polizei auf den Hals hetzen wenn wir wieder so laut sind. Sag mal, machst du jetzt wieder mehr Sport? Sieht man voll.. egal, also die Polizei. Oh (dumpfer Aufprall, vermutlich wirft er sich auf die Knie), werter 2, was können wir nur tun, wir sind verloren, hilf, hilf, ich kenne keine Lösung."
2: "Ja.. hm. Gut, dass du mich fragst. Wir sollten das Problem an der Wurzel anpacken."
1: "Den Laden dicht machen?"
2: "Undenkbar, jedenfalls dieses Jahr. Ich frage mich, wer die Polizei steuert, doch bestimmt die Regierung. Dort müssen wir ran und dort durch gezielte Lobbyarbeit verhindern, dass die kommen, oder wenn sie kommen, halt die anderen verhaften wegen Störung von Ruhestörung."
1: "Können wir nicht das Finsterbergian Police Department oder das Thüringer Kriminalhauptpostamt bestechen? Warte, ich schau mal in meinen Schülerkalender unter 'Aktive Politik' nach, was das kostet ... wieso heißt das eigentlich Schülerkalender, wenn es auch für Mädchen ist? Blöder Mist, wir sollten mehr auf unsere Sprache achten, denn Sprache schafft Bewusstsein, oder halt eben nicht, das ist ja das Problem... so, ich habs: 400 netto."


lp2004(noch) regierender Bürgermeister von Berlin2: "Mist, das ist zu viel für das bisschen Grünzeug."
beide: "Höhö, Grünzeug!"
1: "Hm stimmt, ich schau mal in meinem Schüler_innenkalender unter 'Passive Politik'."
2: "Ey, was soll das denn da für ein _ sein? Sieht ja albern aus, äh, also hört sich albern an, meine ich, ich lese das ja gar nicht."1: "Gut, dass du fragst, das ist der sogenannte Gender-Gap um Sexismus bzw. Machtverhältnisse sichtbar zu machen und zu bekämpfen, ich bin jetzt aber zu faul, das zu erklären, deswegen kannste einfach hier schauen oder hier .. so, ich habs, die nächsten Wahlen finden am .. diesen Sonntag in Berlin statt, Wahl zum Abgeordnetenhaus."
2: "Super, das Ding gewinnen wir und kriegen das schon irgendwie hin mit dem Lobbyismus. Bloß welche Partei? Die Spaßparteien haben ja keine Chance, bleiben nur noch die Grauen, die Piratenpartei, die Partei und die Grünen. Für die Grauen sind wir zu jung, die würden uns sofort rausschmeißen oder unser Blut trinken. Die Piraten haben kein Konzept, außer dass alle eine Firewall installieren müssen und der Vorsitzende der Partei ist mir nicht schlagfertig genug."
1: "Uff, bleiben nur noch die Grünen, muss das sein?"
2: "Wir haben keine Wahl, außerdem stellen die gelegentlich einen kriegswütigen Außenminister, der seine Werte des Geldes wegen mal eben zum Sondermüll kegelt. Verdorben und mit Highspeed-Anschluss zur Prügelexekutive, eigentlich bei näherer Betrachtung doch ganz passend für uns."lp2004Fernsehturm? Sputnik? Hier klicken: Birk!
1: "Check! Um seriös zu wirken musst du dir aber die Haare abschneiden. Die albernen Armbändchen müssen auch ab, Piercing raus, Fingernägel entlackiert, außerdem brauchst du ordentliche Klamotten ohne Löcher, neue Schuhe, ein eloquentes Auftreten, das Aussehen gut, aber nicht zu gut um damit negativ aufzufallen, eher mehr so charakterkopfmäßig.. ach, weißt du was, ich mach das einfach selbst."
2: "Check, lass gleich mal Plakate drucken.. du brauchst auch nocheinen anderen Namen, der muss möglichst vertrauensvoll klingen."

Hier endet der Bericht urplötzlich, Eisenzahn hatte wohl vergessen, dass der Taschenrechner nur mit Solarzellen funktioniert und schaffte es irgendwann nicht mehr, die immer tiefer stehende Sonne durch die Löcher im Holz exakt einzufangen. Anbei derweil das erste Bild aus Berlin.

 

   

 

 wirklich neu    Festival startet neue Leaking-Plattform

finstreleaksFür die Besucher_innen des diesjährigen Festivals leaken wir, die Festialleitung alias Großmufti Martibar Myrbello-Khan und Kleinmufti Rolling Robert Rowohlt-San, unser neues Projekt "Geschichte wird gemacht und Macht macht einsam sind immer die Anderen des und der anderen Wolf". Da dieser Titel auf Grund seiner intellektuellen Anforderungen fast unleakbar ist, heißt es seit genau 10 Sekunden nur noch "FinstreLeaks".
Uns ist bewusst: leaking wird Trendsport, leaking ist beliebt, fast schon zu in um noch cool zu sein, leaking ist gesund, wird mit ea geschrieben und ja, leaking provoziert auch und soll die verknöcherten Weichteile wegkegeln, welche sich anmaßen, Menschen "regieren" zu wollen.

  Das ist bei uns nicht anders, nur gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter und starten die Plattform ausschließlich offline. Offline! Das klingt erst einmal ungewöhnlich. So wie Briefe schreiben oder Kontodaten von Papierrechnungen abtippen - also fast unmöglich. Für euch jedenfalls, seelenlose Internetbohème, für uns zupackende Realmenschen aber nicht! Unsere (Roberts und Martins, Anm. d. Red (Robert, Martin)) Großväter und Großväterinnen, also Großmütter, haben bereits nach dem Krieg die Grundsteine gelegt, damals hieß es aber noch "wir müssen uns doch irgendwo hinsetzen, Hanni, an dem verfluchten Hang fällt der Tisch immer um"-Projekt. Das ist die Zeit, in der unsere Altvorderen begannen, an der Plattform zu feilen.

lp2004  Seit mit Hilfe optischer Verfahren Lichtbilder auf ein lichtempfindliches Medium projeziert und dort dauerhaft gespeichert werden können, liegen dafür auch photographische Nachweise vor. Die früheste Aufnahme datiert dabei aus dem Jahre 2004 und ist, wie in dieser Zeit üblich, nur in schwarz/weiß und mit grotesker Herrenoberbekleidung verfügbar. Im Hintergrund übrigens ein Zeppelin des Typs "Zigarillo 3000". Das Team von Finsterbergen HISTORY! streitet zur Zeit noch über die Farbe der Kreditkarte von Passagierin Nummer 27, der Rest ist komplett bekannt.


lp2004hätten in der Zeit Pornos sehen können: Henryk und MartinDie nächste Photographie stammt aus dem Jahre 2005, die Technik tat in der Zwischenzeit einen gewaltigen Sprung ins Bunte und die groteske Herrenoberbekleidung von anno dazumal feierte ihre Auferstehung aus dem Farbtopf. Auch schienen Mützen en vogue zu sein und der Konsum von sog. gelber Plörre. In diesem Jahr lagen erstmals die Ergebnisse des Versuches "Datensparsamkeit bei FinstreLeaks - Gras drüber wachsen lassen" vor. Der Boden zeigt eine erfreulich grüne Reaktion, doch die FinstreLeaks Webtechniker und CSS-Stylisten sind mit dem Grünwert noch nicht ganz zufrieden und wirken eher genervt.

lp2004Heavy LeaKING  Weniger griesgrämig ging es im Jahre 2008 beim nächtlichen Betatest zu. Mit einer sog. Flüstertüte (unten rechts um Bild) werden die ersten Nachrichten auf der Plattform geleakt, es handelte sich um speziell angefertige und bisher verbotene Witze. Der Test legte ein paar Schwächen des Konzepts offen. Zum einen befand sich zu viel Alkohol in der Hardware, der Resonanzboden musste nachträglich mit selbstgehobeltem Kieferwurzelholz gedämpft werden und die Flüstertüte stellte sich als unbrauchbar heraus. Dennoch war der Versuch ein Erfolg, vitale Systemkomponenten stürzten nicht ab und es wurde konspirativ herzlich gelacht. Bis heute gilt die Aktion als erstes, wirklich erfolgreiches Offline-Leaking an diesem Ort zu dieser Zeit.

  Wie geht es weiter? Nun, 2011 wird ein weiteres Treffen, diesmal mit offener FinstreLeaks-Plattform, stattfinden. Es liegt an euch, ob es ein Erfolg wird oder nicht, öffnet eure Herzen, kommuniziert euch einen ab und teilt eure düsteren oder erfreulichen Geheimnisse mit. Wir bieten die Infrastruktur, ihr macht den Content.

  Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns noch eine Meldung von WikiLeaks. Angeblich soll Kevin dieses Jahr leaken, wo er all die Zeit gesteckt hatte und und wie er in Kolumbien mit seiner WG überleben konnte mit seinem Job als Reiseverkehrskaufmann bei TUI.

   

 

 

  alt neu    Sensation in der Fauna!

sensationWie der im Großraum Finsterbergen eingesetzte Aufklärungssatellit "Petra Kelly" dokumentiert, bahnt sich in der Nähe des Festivalgeländes eine faunistische Sensation an.

Eine irrtümlich von der Reinhardsbrunner Militärakademie veröffentliche Aufnahme des bekannten und beliebten Hochseebades zeigt ein mehrere hundert Meter langes, in sich vielfach gewundenes, schlangenähnliches Wesen mit blauem Rücken und blauem Bauch. Die Beine aus einer harten, mineralischen Verbindung stecken tief im roten Lehmboden, wie weit diese reichen ist zum Leidwesen des zum Weitergraben verdammten Grabungsteams unbekannt.

Sinnesorgane wurden noch nicht festgestellt und sind auch nicht wahrscheinlich, denn das Wesen reagierte bisher weder auf freizügig bekleidete Badegäste jeden Geschlechts und Alters noch auf das Parfüm des Kassenwarts Bruno. Der "Blaue Gigant" (Gothaer Allgemeine Zeitung) streckt sein rundes Hinterteil blasphemisch weit in den Himmel, der Kopf, oder was Fachleute dafür halten, neigt sich auf der Südseite zum Wasser, ohne es jedoch zu erreichen.
Wer an dieser Stelle den Verdacht hegt, es wäre der von Zeus gestrafte Tantalos, irrt, denn es hängen weder Oliven noch Granatäpfel an den Bäumen in der Gegend, die praktisch nur aus Tannen besteht.

myrbel als ewok
Prof. Dr. Fache


Gewohnt tiefschürfend in seiner Argumentation zeigt sich Prof. Dr. Nerd. Martin "Wald und Wiese, damit kenn ich mich aus" Fache (im Bild verkleidet als böser Ewok). Seiner Ansicht nach, und da wird er von führenden Quartärgeologen unterstützt, führten jahrelang mißachtete Umweltauflagen bzw. das völlige Fehlen derselben zur jetzigen Situation. Gedankenlos verschüttete Spirituosen auf dem Festivalgelände drangen in tiefere Bodenschichten ein, setzten subterrane Attraktionsketten in Gang und lockten ein Lebewesen an, das der Wissenschaft so noch nicht bekannt war. Den Verdacht, er selbst hätte 1999 beim ersten Festival aus wissenschaftlicher Neugier gezielt überalterte Urzeitkrebse aus der YPS vergraben, lenkte der rührige Forscher gezielt auf jemand anderen.

proprob
Rabbi Gotcha

Markigere Worte findet indes der Ortstheologe, Rabbi Robert Gotcha vom "Orden Der Heiligen Drei Lustigen Zwei" (im Bild mit rituellem Propellerhut). Folgt man seiner Deutung, ist dies der Leviathan, der auf die Erde gekommen ist, um die insgesamt sündige Menschheit auszuradieren.
Der Leviathan ist dabei extrem effektiv um seinen einzigen Nachteil, die Geschwindigkeit, auszugleichen. Der Zahlenmystiker Gotcha ist dabei nicht zimperlich und gibt sogar die Zeit bis zur erfolgten Auslöschung mit exakt 5 Milliarden Jahren an ("und keine Minute mehr"). Beweise liegen nicht vor, sie sind mangels Interesse der Betroffenen aber auch nicht nötig.

Zusammenfassend sind die Gründe für das Erscheinen des "Blauen Wunders" (Finsterbergen Mirror) als auch dessen Verwendung, Ziel oder Aussage nach wie vor unklar. Auch wenn findige Geschäftsleute, allem voran der Bürgermeister der Unterstadt, Gottlob Weghier, den konkaven Rücken zum Wassersport freigaben, ist eines der großen Rätsel der Region noch lange nicht gelöst.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch für die vielen, auch phantasieviellen Einsendungen von Lesern aus der Region und präsentieren hier stellvertretend ein mundgemaltes Ölgemälde der 7-jährigen Marie aus Friedrichroda, bei der wir uns mit einem original Finsterbergen-Festival-Kaffebecher bedanken wollen. Ihre unbeholfene, kindliche Zeichung zeigt den Leviathan beim Tanz.

 

Gerüchte, der kleine Kevin hätte sich endlich aus seinem Versteck bewegt um etwas zu trinken, entpuppen sich durch den hohen Chlorgehalt des Wassers als hanebüchener Unsinn. Wie die Mutter bestätigt sieht Kevin a) anders aus und trank b) sehr ungern chloriertes Wasser. Wir bitten daher, von weiteren Falschmeldungen abzusehen.

   

 

 

 

 Zusammenfassend:

...rockt das Haus?       
... komme ich dahin?       
... gibts alles?       
... ?